Bundle of Joy

Babystuhl: Wie oft und welche Farbe?

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und das Netzwerk Gesund ins Leben beschreiben, was ab dem ersten Tag in der Windel landet. Hier steht, was sie sagen, im Wortlaut und mit Link zu jeder Seite.

Sorgen? Wende dich an die Kinderarztpraxis.

Das BIÖG schreibt:

„Auch bei unklaren Beschwerden oder wenn Sie sich sorgen und ängstigen, weil Ihr Kind irgendwie verändert wirkt, ohne dass Sie eine Erklärung dafür haben, sollten Sie sich immer an eine ärztliche Praxis wenden.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)

Die ersten Tage: Mekonium und Übergangsstuhl

Das BIÖG beschreibt den Stuhl der ersten Tage auf zwei seiner Websites:

„Als ersten Stuhl scheiden Neugeborene einige Stunden bis zwei Tage nach der Geburt das sogenannte Mekonium (Kindspech) aus. Dieser Stuhl ist grünlich bis schwarz und enthält alles, was sich vor der Geburt im Darm gesammelt hat, wie beispielsweise Fruchtwasser, Darmzellen und Verdauungssäfte.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Die Ausscheidung von Mekonium zeigt an, dass die Verdauung funktioniert. Gesunde Neugeborene geben das Mekonium meist innerhalb von 48 Stunden ab, bei Frühgeborenen kann dies etwas länger dauern. Sollte sich die Ausscheidung des Mekoniums verzögern, so fragen Sie Ihre Hebamme, Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat.“ familienplanung.de (BIÖG)
„Am 2. bis 4. Lebenstag verändert sich der Stuhl und wird grün-gelb und cremig (Übergangsstuhl). Wird das Kind gestillt, so bekommt er danach eine hellgelbe Farbe und riecht kaum (Muttermilchstuhl). Bekommt das Kind Säuglingsnahrung, so wird der Stuhl braungelb und riecht strenger.“ familienplanung.de (BIÖG)

Stuhlgang und nasse Windeln: Wie oft?

Das BIÖG und Gesund ins Leben nennen nicht dieselbe Zahl nasser Windeln. Hier stehen beide.

„In den folgenden vier bis sechs Wochen haben Stillbabys mehrmals täglich, das heißt fast bei jeder Mahlzeit Stuhlgang. Das kann gerne dreimal täglich und häufiger eine volle Windel und sechs- bis achtmal nasse Windeln bedeuten. Danach kann die nächste Stuhlwindel auch schon mal drei, vier Tage auf sich warten lassen, ohne dass eine Verstopfung vorliegt. Wie unterschiedlich die Häufigkeit der Verdauung sein kann, lässt sich am besten mit folgender „Faustregel“ veranschaulichen: „Fünfmal am Tag oder einmal alle fünf Tage!““ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Anhaltspunkte, dass ein Baby genug Milch bekommt
Es ist allgemein lebhaft und aufmerksam,
nach dem Stillen meist zufrieden (wobei satte Babys auch mal unruhig sein können)
hat 5 oder mehr nasse Windeln am Tag (nach Beginn der reichlichen Milchbildung),
mit hellem, dünnen Urin,
hat regelmäßig Stuhlgang
und es wächst und gedeiht.“ Gesund ins Leben (BZfE)
„Wenn Ihr Baby gut gedeiht und zunimmt, müssen Sie sich über die Stuhlbeschaffenheit in der Regel keine Sorgen machen. Wichtig ist, dass Ihr Kind die Windel oft nass macht. Falls Sie jedoch unsicher sind, was die Stuhlbeschaffenheit oder die Stuhlfarbe Ihres Kindes angeht oder sich Sorgen über zu seltenen Stuhlgang machen, sollten Sie dies in der Kinderarztpraxis ansprechen.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)

Welche Farbe hat Babystuhl?

Das BIÖG beschreibt den Stuhl nach der Ernährung: Muttermilch, Flaschennahrung, Brei.

„Voll gestillte Kinder haben fast nie Durchfall. Der Stuhl ist meist pastenartig bis wässrig und hat eine gelbliche Farbe. Manchmal ist er auch grünlich oder etwas schaumig. Er riecht nicht unangenehm, selbst wenn Ihr Kind nur alle drei, vier Tage Stuhlgang hat.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Bei Flaschennahrung sind die Stühle meist breiig oder geformt und von hellgelber bis lehmbrauner Farbe. Manchmal sind sie auch bis dunkelgrün gefärbt. Meist ist die Menge etwas größer, als bei voll gestillten Kindern. Der Stuhl riecht zudem stärker.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Durch die Umstellung auf Breinahrung, wird der Stuhl fester, verändert die Farbe und riecht meist intensiv. Die Farbe des Stuhls kann sich auch durch stark färbende Lebensmittel wie Spinat (grün) oder rote Bete (rötlich) ändern. Zudem nimmt die Häufigkeit ab (ein- bis zweimal am Tag). Das ist alles ganz normal und braucht Sie nicht weiter zu beunruhigen.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Auf Seite 14 des gelben Kinderuntersuchungsheftes finden Sie eine Stuhlfarbkarte, mit deren Hilfe Sie die Stuhlfarbe Ihres Babys vergleichen und einschätzen können.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)

Wann zur Kinderärztin oder zum Kinderarzt?

Das BIÖG nennt diese Fälle und sagt, was es unter Durchfall versteht. Für alles andere gilt der Satz ganz oben.

„In folgenden Fällen sollten Sie sich dringend an Ihren Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin wenden:
Wenn die Stuhlfarbe weiß ist oder eine sonstige andere Farbe hat, zum Beispiel rot.
Bei Entzündungen im Windelbereich.
Wenn Ihr Kind andauernde Verdauungsbeschwerden hat.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Bei einer auffällig blassen Stuhlfarbe ihres Babys können die Eltern vergleichen und sollen einen Verdacht sofort ärztlich abklären lassen.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Bei folgenden Krankheitszeichen und Symptomen sollten Sie mit Ihrem Kind grundsätzlich den Kinderarzt oder die Kinderärztin aufsuchen: ... Blut im Stuhl oder im Urin,“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Bei Durchfall riecht der Stuhl unangenehm und wird erheblich häufiger als normal oder flüssiger entleert, als es für die Verdauung in dem Alter und die Ernährung des Kindes zu erwarten ist.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Bei bestimmten Symptomen oder Umständen sollten Sie mit Ihrem Kind allerdings unverzüglich die kinderärztliche Praxis aufsuchen:
Wenn Sie Ihr Kind stillen und die Stuhlfarbe weiß ist.
Wenn der Durchfall blutig ist.
Wenn es Ihnen nicht gelingt, Ihr Kind zum Trinken zu bewegen.
Wenn Ihr Kind erbricht und gleichzeitig Fieber und Durchfall hat.
Wenn Ihr Kind hohes Fieber bekommt und/oder gleichzeitig Bauchschmerzen hat.
Wenn Lippen und Zunge trocken sind und Ihr Kind seltener als alle 8 Stunden Pipi macht.
Wenn die Bauchdecke sehr angespannt ist.
Wenn der Säugling mehr als vier Mal Durchfall in 24 Stunden hat, das Kleinkind mehr als sechs Mal Durchfall in 24 Stunden hat und das Schulkind mehr als acht bis zehn Mal pro Tag auf die Toilette muss.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)

Für die Kinderarztpraxis

Bei Durchfall nennt das BIÖG diese Beobachtungen als nützlich für die Praxis:

„Da Durchfall viele Ursachen haben kann, sollten Sie Ihr Kind in jedem Fall möglichst genau beobachten, um dem Kinderarzt oder der Kinderärztin gegebenenfalls weitere Symptome beschreiben zu können. Nützliche Hinweise sind zum Beispiel: ...
Wie oft und wie viel macht es in die Windel? Wie ist der Stuhl beschaffen?
Welche Farbe hat der Stuhl?
Entleert das Kind regelmäßig die Blase?“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)

Windeln zählen mitten in der Nacht? Lass die App zählen.

In Bundle of Joy trägst du eine Windel als Pipi, Kacka oder beides ein. Die Windeln von heute stehen auf deinem Handy und auf dem deines Partners. Markierst du eine Windel als „Auffällig“ (Durchfall, Blut, Farbe), ist sie im Verlauf gekennzeichnet, und du kannst sie in der Kinderarztpraxis zeigen.

Bericht für die Kinderarztpraxis · Gemeinsamer Baby-Tracker

Quellen

Jedes Zitat auf dieser Seite wurde am mit seiner Quelle abgeglichen. Keine medizinische Beratung. Bei Fragen zu deinem Baby frag die Kinderarztpraxis oder deine Hebamme.

Weitere Ratgeber: Clusterfeeding · Stillen und Trinkmenge · Fieber beim Säugling · Schreibaby

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