Bundle of Joy

Dein Baby schreit stundenlang, und nichts hilft? In der Regel liegt es nicht an dir.

So steht es beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, früher BZgA). Was ein Schreibaby ist, ob Blähungen dahinterstecken, wann das Schreien nachlässt, was beim Beruhigen helfen kann und wann du Hilfe holst: Dazu schreiben das BIÖG und das österreichische Gesundheitsportal gesundheit.gv.at. Hier steht es im Wortlaut, mit Link zu jeder Seite.

Was ist ein Schreibaby?

Wann man von exzessivem Schreien spricht, beschreiben gesundheit.gv.at und das BIÖG ähnlich. Bei der Dauer, über die ein Baby so viel schreit, weichen sie voneinander ab, deshalb stehen hier beide. Das dritte Zitat ist ebenfalls vom BIÖG.

„Der Begriff Schreibaby bzw. exzessives Schreien wird verwendet, wenn ein Baby ohne erkennbaren Grund
an mehr als drei Tagen pro Woche,
mehr als drei Stunden pro Tag schreit,
und zwar über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen.“ gesundheit.gv.at (Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs)
„In den ersten Lebensmonaten lernt ein Baby mit Hilfe seiner Eltern, sich immer besser auch selbst zu beruhigen. Wenn ein Kind über längere Zeit (drei Wochen) an mehr als drei Tagen die Woche jeweils länger als drei Stunden schreit und quengelt, spricht man von exzessivem Schreien, bei dem es sich kaum von den Eltern beruhigen lässt.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Manche Babys schreien – je nach Temperament – laut und ausdauernd, manchmal drei oder mehr Stunden am Tag, ohne dass sich hierfür ein Grund finden lässt. Sie haben weder Hunger noch eine volle Windel und lassen sich durch kaum etwas beruhigen. Häufig treten solche „Schreiattacken“ am späten Nachmittag oder in den Abendstunden auf.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)

Schreien alle Babys so viel?

Hier spricht das BIÖG vom Schreien aller Babys, nicht nur von Schreibabys.

„Schreien gehört zu den wichtigsten Ausdrucksmitteln des Säuglings. Dabei verläuft das Schreiverhalten in den ersten drei Lebensmonaten bei allen Säuglingen ähnlich. Wie häufig, ausdauernd und laut Babys schreien, ist jedoch von Kind zu Kind sehr unterschiedlich. Auch bei der Tageszeit gibt es Unterschiede: Meist beginnen die Schreiphasen am Nachmittag oder frühen Abend und können sich bis tief in die Nacht hineinziehen. Aufgrund der beim Schreien verschluckten Luft zeigt sich der Bauch oft aufgebläht.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„In den ersten drei Monaten schreit ein Kind meist,
weil es hungrig ist,
weil es müde ist und nicht zur Ruhe findet,
weil es eine frische Windel braucht,
weil es Zuwendung möchte.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)

Dreimonatskoliken: Kommt das Schreien vom Bauch?

Das erste Zitat ist von der Seite des BIÖG übers Schreien, das zweite von gesundheit.gv.at, das dritte von familienplanung.de, einer weiteren Website des BIÖG, und das letzte von der Seite des BIÖG über die Verdauung bei Säuglingen; „diese Probleme“ sind dort Verdauungsprobleme.

„Das Schreien in den ersten Lebensmonaten auf Probleme des Darmtrakts („Dreimonatskoliken“) zurückzuführen, ist nicht mehr zutreffend. Denn lediglich 5 Prozent der Babys, die viel schreien, haben Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Früher wurde angenommen, die Schreiattacken werden von Verdauungsproblemen und Blähungen des Babys ausgelöst - daher die veraltete Bezeichnung Dreimonatskolik. Heute geht man davon aus, dass Bauchschmerzen und Blähungen bei Schreibabys eher Folgen des übermäßiges Schreiens sind, da sie während des Schreiens vermehrt Luft schlucken. Nur fünf Prozent der Babys, die viel schreien, haben tatsächlich Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt, wie z.B. Sodbrennen oder eine Milchunverträglichkeit.“ gesundheit.gv.at (Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs)
„Bis zum Alter von 3 bis 4 Monaten schreien manche Babys viel, was Eltern enorm unter Stress setzen kann. Als Grund dafür werden oft Bauchschmerzen und Blähungen vermutet, daher der Name „Dreimonatskoliken“. Es ist allerdings nicht erwiesen, dass tatsächlich Blähungen und Bauchschmerzen dahinterstecken. Anlass zur Sorge sind die Schreiattacken meist nicht.“ familienplanung.de (BIÖG)
„Häufig werden diese Probleme als Ursache für früher sogenannte Dreimonatskoliken gesehen. Dabei sind die Schreiattacken nur bei einem geringen Teil der betroffenen Babys die Folge von Magen-Darm-Problemen. Häufiger liegt dagegen ein Schlafdefizit vor: Das Baby hat zum Beispiel Probleme, in den Schlaf zu finden, kommt während des Tages bis in die Abendstunden kaum zu erholsamem Schlaf und wird zunehmend überreizt. Besprechen Sie in einem solchen Fall mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin, wie Sie sich verhalten sollen, und greifen Sie auf keinen Fall selbst zu Medikamenten.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)

Wann hört das Schreien auf?

Wann das Schreien nachlässt, geben die Quellen unterschiedlich an, auch die Seiten des BIÖG untereinander. Deshalb stehen hier alle vier. Das erste und das letzte Zitat sprechen vom Schreien aller Babys, die beiden mittleren von Schreiattacken ohne erkennbaren Grund.

„Auch wenn Ihr Baby in den ersten drei Lebenswochen wahrscheinlich noch relativ wenig schreit, kann sich das schnell ändern: In der Regel nimmt das Schreien in den ersten beiden Lebensmonaten zu und erreicht meist in der sechsten Lebenswoche seinen Höhepunkt. Denn Ihr Baby ist dabei, einen Rhythmus zwischen Schlafen und Wachsein zu lernen, und das klappt nicht immer auf Anhieb.
Nach der sechsten Lebenswoche werden die Schreiperioden in der Regel kürzer, bis sie nach drei Monaten fast oder ganz verschwinden.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Diese Schrei- und Unruheepisoden sind in der Regel harmlos und meist auf die ersten drei bis sechs Lebensmonate begrenzt. Sie können aber eine starke Belastung für die Eltern bedeuten und an deren Kräften und Nerven zehren. Vor allem unerfahrene Eltern können hierdurch stark verunsichert werden: Sie können sich das Schreien nicht erklären. Sie nehmen an, dass sie in der Pflege oder im Umgang mit dem Kind Fehler machen, oder sind enttäuscht, dass sich ihr Kind nicht von ihnen beruhigen lässt.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Die Schreiattacken beginnen häufig in der zweiten Lebenswoche und nehmen bis zur sechsten Lebenswoche zu. Gegen Ende des dritten Lebensmonates klingen sie meistens ab. Sie können manchmal aber auch das erste halbe Lebensjahr bestehen bleiben.“ gesundheit.gv.at (Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs)
„In den ersten Wochen und Monaten schreien Babys viel und lassen sich manchmal nur schwer trösten. Es braucht Zeit, bis sie in einen neuen Rhythmus zwischen Schlafen und Wachsein finden. Bald werden die Schreiphasen kürzer und lassen allmählich nach.
Ab dem vierten Lebensmonat wird das Schreien bei Babys meist weniger.“ familienplanung.de (BIÖG)

Machst du etwas falsch?

Das erste und das letzte Zitat sind vom BIÖG, das mittlere von gesundheit.gv.at.

„Die Erfahrungen zeigen, dass die Ursache für solche ausgeprägten Schrei- und Unruheepisoden im Allgemeinen nicht bei den Eltern liegt. Vielmehr sind vielfältige Ursachen möglich und verschiedene Faktoren können zusammenspielen:
Erfahrungsgemäß haben in vielen Fällen Babys Probleme, in den Schlaf zu finden – sie bekommen tagsüber zu wenig Schlaf, sind überreizt und durch zu viele Eindrücke überfordert.
Manche Babys tun sich schwer damit, ihren Schlaf-Wach-Rhythmus zu finden.
Manche Babys neigen auch zur Unruhe, haben ein schwieriges Temperament und verlangen ihren Eltern ein besonders feinfühliges Eingehen auf sie ab.
Säuglinge in Raucherhaushalten neigen häufiger zum Schreien.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Die betroffenen Babys sind vermutlich sensibler und reagieren intensiver auf Reize als andere Babys. Das heißt, sie sind von Sinneseindrücken schneller überfordert und können sich schlechter beruhigen. Zudem schlafen sie meist weniger als andere Babys. Die Schreiattacken treten oft z.B. nach dem Füttern auf oder aufgrund von Übermüdung, wenn sie „überreizt“ sind. Auch die Anspannung und der Stress der Eltern, die sich daraus entwickeln, sind für die Kinder oft sehr deutlich spürbar.“ gesundheit.gv.at (Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs)
„Ihr zuverlässiges und einfühlsames Eingehen auf das Weinen und Schreien besonders in den ersten Lebensmonaten bedeutet keinesfalls, dass Sie Ihr Kind verwöhnen. Vielmehr unterstützen Sie Ihr Kind hierdurch: Es hilft ihm zu lernen, seine innere Erregung selbst so zu beeinflussen, dass es sich in seinem Körper wohlfühlt. Und: Säuglinge, die von Anfang an rasch beruhigt werden, schreien in der Regel in den kommenden Wochen weniger. Während umgekehrt Babys mit der Zeit mehr schreien, wenn ihre Eltern sie häufiger schreien lassen.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)

Was beim Beruhigen helfen kann

Das erste Zitat ist vom BIÖG, das zweite von gesundheit.gv.at, das letzte aus dem Alltagstipp des BIÖG „Häufigem und anhaltendem Schreien vorbeugen“.

„Eltern kennen ihr Baby am besten und haben viele Möglichkeiten, es zu beruhigen. Eine Garantie gibt es leider nicht, denn jedes Baby ist anders. So schwer es auch manchmal fällt, bewahren Sie Ruhe.
Was helfen könnte:
Streicheln Sie das Händchen Ihres Babys.
Schaukeln Sie Ihr Baby sanft auf dem Arm.
Singen Sie Ihrem Baby ein Lied.
Massieren Sie sanft seinen Bauch und Rücken. ... Gehen Sie mit Ihrem Baby spazieren.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Folgende Tipps können Entlastung bringen:
Konzentrieren Sie sich in akuten Schreiphasen darauf, bei gleichbleibenden Beruhigungsstrategien zu bleiben. Vertraute Geräusche und Handlungen, die immer wieder wiederholt werden, haben auf Babys eine beruhigende Wirkung. Dies kann etwa das Summen einer bestimmten Melodie sein, eine Massage, sanftes Streicheln etc. Immer wieder Neues auszuprobieren kann hingegen für ein Neugeborenes zusätzlich Stress und Unruhe bedeuten.
Strukturieren Sie Ihren Tagesablauf. Planen Sie auch tagsüber regelmäßige Schlafphasen ein und vermeiden Sie so gut es geht, dass Ihr Baby übermüdet wird. ... Was Sie in jedem Fall brauchen, ist Geduld. Es sind viele Wiederholungen nötig, um eine Verhaltensänderung des Babys zu bewirken und einen Schlaf-Wach-Rhythmus zu erlernen.“ gesundheit.gv.at (Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs)
„Tragen Sie Ihr Kind in den ersten Lebenswochen regelmäßig mehrmals während des Tages herum, und zwar nicht erst, wenn es schreit. Kinder, die so herumgetragen werden, schreien erfahrungsgemäß weniger.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)

Medikamente oder Hausmittel?

Die ersten beiden Zitate sind vom BIÖG, das letzte von gesundheit.gv.at.

„Geben Sie Ihrem Kind nie Medikamente zur Beruhigung.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Auch wenn Ihr Kind häufig unter Blähungen oder Bauchschmerzen leidet, sollten Sie sich immer von Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin beraten lassen und nie auf eigene Faust zu Medikamenten oder Hausmitteln greifen.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Die Schreiattacken bei einem ansonsten gesunden Kind sind an sich harmlos und bedürfen keiner Behandlung. Die Situation ist aber für die betroffene Familie meist sehr belastend. Wenn alle Bemühungsversuche, das Baby zu beruhigen, scheitern, liegen die Nerven oft blank. Viele Eltern leiden unter einem chronischen Erschöpfungs- und Überforderungssyndrom.“ gesundheit.gv.at (Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs)

Wenn du nicht mehr kannst: niemals schütteln

Zuerst das BIÖG, dann gesundheit.gv.at und familienplanung.de.

„Vor allem, wenn Ihr Kind häufig ohne ersichtlichen Grund schreit und Sie durch zahlreiche schlaflose Nächte schon stark angespannt sind, kann Sie das Schreien zur Verzweiflung bringen. Bitte versuchen Sie niemals, Ihr schreiendes Baby durch Schütteln zur Ruhe zu bringen. Hals und Kopf Ihres Babys sind sehr verletzlich. Schwere Verletzungen oder sogar der Tod Ihres Kindes können die Folge sein!
Auch wenn es schwer fällt, weil Ihr Baby nicht aufhört zu schreien: Versuchen Sie auf jeden Fall ruhig zu bleiben.
Versuchen Sie Ihr Kind zu beruhigen: durch Zureden, Vorsingen, Körperkontakt, sanfte Massage.
Vermeiden Sie allzu hektische Beruhigungsversuche, und probieren Sie nicht zu viel aus. Ihr Kind wird sonst nur überreizt und noch unruhiger.
Wenn sich das Kind bereits „eingeschrien“ hat, kann ein Umgebungswechsel oder ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft gut tun. Möglicherweise hilft dies Ihrem Kind, sich zu entspannen und zu beruhigen.
Wenn Ihr Kind auch nach längerer Zeit nicht aufhört zu schreien und Sie mit den Nerven fertig sind, ist es sinnvoll, sich mit dem Partner abwechselnd um das Kind zu kümmern.
Wenn Sie allein mit Ihrem Kind sind und merken, dass Ihnen das Schreien unerträglich wird, legen Sie Ihr Kind in sein Bettchen oder an einen anderen sicheren Platz und verlassen Sie den Raum, bevor Ihnen „der Kragen platzt“ und Sie vielleicht etwas Unüberlegtes tun.
Versuchen Sie, sich selbst zu beruhigen: Hören Sie einige Minuten Ihre Lieblingsmusik, trinken Sie einen heißen Tee oder ein Glas Milch, entspannen Sie sich auf Ihre Art.
Rufen Sie Freunde und Bekannte an, die Ihnen vielleicht kurzfristig zur Seite stehen können.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Manchmal schütteln Eltern ihr Baby aus lauter Stress und Verzweiflung, dies passiert besonders häufig bei Schreibabys. Aber schon kurzes Schütteln kann ein Baby so schwer verletzen, dass es bleibende gesundheitliche Schäden davonträgt oder sogar stirbt. Zögern Sie nicht, sich Hilfe zu holen, wenn Sie bemerken, dass Sie mit der Situation überfordert sind!“ gesundheit.gv.at (Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs)
„Vor allem durchdringendes Schreien bringt Eltern manchmal an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Dann ist es gut, Menschen an der Seite zu haben, denen Sie das Kind kurz mal anvertrauen können. Freundinnen und Freunde, Großeltern oder andere nahestehenden Personen haben oft mehr Abstand und Gelassenheit. Sie können das Baby vielleicht leichter durch Wiegen, Singen oder Spazierengehen beruhigen. ... Schütteln Sie niemals ihr Baby.
In ihrer Verzweiflung schütteln manche Eltern ihr Baby. Doch das kann zu einem schweren Schütteltrauma und damit zu Hirnschädigungen führen.
Manchmal ist einfach die Belastungsgrenze erreicht. Wenn nötig, holen Sie sich Unterstützung bei Ihrer Familie oder bei Freunden, Ihrer Hebamme oder bei einer speziellen Beratungsstelle wie einer Schreiambulanz.“ familienplanung.de (BIÖG)

Wo du Hilfe bekommst

Das erste Zitat ist vom BIÖG, das zweite von gesundheit.gv.at.

„Wenn Ihr Baby auch nachts sehr viel schreit und Ihnen dadurch auch der Nachtschlaf fehlt, ist es verständlich, wenn Sie nervös werden und sich seelisch und körperlich „am Ende“ fühlen. Manchmal schütteln Eltern ihr schreiendes Baby aus lauter Verzweiflung. Tun Sie das nicht! Hals und Kopf Ihres Babys sind sehr verletzlich. Schon kurzes Schütteln kann schwere gesundheitliche Schäden verursachen und sogar zum Tod führen.
Suchen Sie rechtzeitig Hilfe, wenn Sie das Gefühl haben, Sie verkraften das Schreien nicht mehr:
Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin darüber.
In vielen Orten gibt es inzwischen auch Beratungsstellen bzw. Schreiambulanzen speziell für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, die schnell und unbürokratisch Beratung und Hilfe anbieten.
Inzwischen gibt es in allen Gemeinden auch sogenannte Frühe Hilfen. Dazu gehören auch Familienhebammen, die Sie bei besonderen Belastungen im ersten Lebensjahr unterstützen können. Informationen hierzu erhalten Sie unter anderem beim örtlichen Jugend- bzw. Gesundheitsamt.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Wenn Ihr Baby übermäßig viel schreit, wenden Sie sich an
eine Ärztin oder einen Arzt für Allgemeinmedizin,
eine Ärztin oder einen Arzt für Kinder- und Jugendheilkunde,
eine Schreiambulanz in Ihrer Nähe.“ gesundheit.gv.at (Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs)

Wann zur Kinderarztpraxis?

Das erste Zitat ist vom BIÖG, das zweite von gesundheit.gv.at. Die letzten beiden stehen auf der Seite des BIÖG darüber, wann ein krankes Kind ärztliche Hilfe braucht: zuerst ihre Liste für Bauchschmerzen, geschrieben für Kinder allgemein, nicht nur für Babys, dann ein Satz für alle unklaren Fälle. Dass sich ein Baby kaum beruhigen lässt, gehört in den Zitaten des BIÖG weiter oben zum exzessiven Schreien. In der Liste für Bauchschmerzen ist ein Kind, das sich nicht beruhigen lässt und dazu sehr schlapp wirkt, ein Grund für ärztliche Hilfe.

„Wenden Sie sich auf jeden Fall frühzeitig an Ihren Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin,
wenn Sie auch nach den ersten Lebenswochen noch das Gefühl haben, dass Sie das Schreien, aber auch andere Verhaltensweisen Ihres Kindes, nicht deuten können und es nur schwer zu beruhigen ist;
wenn Ihr Kind zusätzlich Probleme mit dem Schlafen hat oder das Füttern ein Problem wird;
wenn Ihr Baby auch nach dem dritten Lebensmonat vermehrt schreit und quengelt.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Wenn ein Baby übermäßig viel schreit, muss die Ärztin oder der Arzt ausschließen, dass eine körperliche Ursache dahintersteckt. Dazu zählen alle Erkrankungen, die Schmerzen verursachen können, z.B. Mittelohrentzündungen oder andere Infektionen. Auch Notfallsituationen, z.B. ein Darmverschluss, müssen ausgeschlossen werden. In sehr seltenen Fällen ist das exzessive Schreien auf eine neurologische oder genetische Erkrankung zurückzuführen.
Die Ärztin oder der Arzt führt eine genaue Anamnese durch und untersucht das Kind körperlich. Manchmal werden die Eltern gebeten, ein Schreiprotokoll zu führen. Je nach Verdachtsdiagnose können unter Umständen weitere Untersuchungen erforderlich sein.“ gesundheit.gv.at (Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs)
„Wann bei Bauchschmerzen unbedingt ärztliche Hilfe oder Abklärung nötig ist
Wenn Ihr Kind akut schwere Bauchschmerzen hat (Blässe, anhaltendes Schreien oder Weinen und ein stark gewölbter oder eingezogener Bauch signalisieren meist starke Bauchschmerzen. Das Kind bewegt sich kaum und zieht die Beine an den Körper).
Wenn sich die Bauchschmerzen nach etwa einer Stunde nicht bessern oder sich der Schmerzanfall wiederholt.
Wenn gleichzeitig noch andere Symptome wie Durchfall, blutiger Stuhl, Fieber, Erbrechen, Schüttelfrost auftreten.
Wenn die Bauchdecke sehr angespannt ist.
Wenn sich Ihr Kind nicht beruhigen lässt und generell sehr schlapp wirkt.
Wenn die Bauchschmerzen auch nachts auftreten.
Wenn Ihr Kind an Gewicht verloren hat.
Wenn Ihr Kind schon seit Längerem und ohne erkennbaren Grund über Bauchschmerzen klagt.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)
„Auch bei unklaren Beschwerden oder wenn Sie sich sorgen und ängstigen, weil Ihr Kind irgendwie verändert wirkt, ohne dass Sie eine Erklärung dafür haben, sollten Sie sich immer an eine ärztliche Praxis wenden.“ kindergesundheit-info.de (BIÖG)

Wechselt ihr euch ab? Jede Mahlzeit seht ihr beide.

In Bundle of Joy trägst du jede Mahlzeit ein: beim Stillen mit Seite und Minuten, beim Fläschchen mit der Menge in ml. Auf deinem Handy und auf dem deines Partners steht dabei, wer sie eingetragen hat. Schlaf gehört zu Premium. Das Schreien trägt die App nicht ein. Für den Termin in der Kinderarztpraxis zeigt der kostenlose Bericht die Mahlzeiten und Windeln der letzten Woche.

Gemeinsamer Baby-Tracker · Bericht für die Kinderarztpraxis

Quellen

Jedes Zitat auf dieser Seite wurde am mit seiner Quelle abgeglichen. Keine medizinische Beratung. Bei Fragen zu deinem Baby frag die Kinderarztpraxis oder deine Hebamme.

Weitere Ratgeber: Clusterfeeding · Stillen und Trinkmenge · Fieber beim Säugling

Zu zweit, ein gemeinsamer Verlauf.

Jede Mahlzeit auf euren beiden Handys, und wer sie eingetragen hat.

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